Sonntag, 12. Mai 2013

Himmelfahrt und ein langes Wochenende

- diesmal ein sehr langer Post-

Langsam nahte Himmelfahrt und für mich auch ein langes Wochenende, da ich den Freitag Urlaub eingereicht hatte. Somit stand einem langen, genüsslichen Bikerwochenende nichts mehr im Weg, welches in Münster beginnen sollte.

Die Wetterberichte jedoch überschlugen sich nicht gerade mit positiven Nachrichten. Wetter.de besagte für Münster (um 10 Uhr geschaut) 33% Regenwahrscheinlichkeit und AccuWeather sprang sogar auf 51% hoch. Na super - das versprach ja eine feucht-fröhliche Anreise via Motorrad.
.....


Doch irgendwie kam mein Trotzkopf durch! Ich wollte mich vom Wetter nicht kleinkriegen lassen uns daher rollte ich dann auch so gegen 16 Uhr von Arbeit aus los in Richtung Münster.

Bei Hannover gabs dann erstmal ein kleines Gewusel, denn die Grossbaustelle war noch längst nicht fertig. Der Wochenend-/Urlaubs- und Feierabendverkehr fand unweigerlich zusammen, was zu einem leichten Chaos führte.
Nachdem ich mich aber geschickt durchgewuselt habe, gings es wieder flott weiter. Mit gemütlichen 150 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit rollte ich über das Teerband.
Gegen 19 Uhr traf ich dann bei RM endlich ein; stellte die Fazer ab und tapperte erstmal zu RM in die Wohnung, um meinen Begrüssungskuss abzuholen.

Eine kurze Verschnaufpause gönnte ich mir, ehe wir gemeinsam weiter zum "MC Lippetal" fuhren, die heute ihre Clubhauseinweihung feierten. Als wir ankamen, wurden wir von vielen Leuten begrüsst, die ebenfalls es krachen lassen wollten. Es war schon erstaunlich, wieviele Leute der Einladung gefolgt waren. Schön anzusehen.
Der eine und andere neue Kontakt wurde meinerseits geknüpft; als wir schliesslich den Heimweg antraten, war ich um einige eindrücke reicher.

Der Donnerstag war dann erstmal zum Ausschlafen vorgesehen; nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, stratzten RM u. ich zu den Motorrädern und düsten im Münsterland ein wenig umher. Das Wetter spielte einigermaßen mit und so waren wir frohen Mutes unterwegs.
Irgendwann knurrte uns der Magen; der Blick schweifte umher und RM wusste Abhilfe. Kurzerhand haben wir eine Location angefahren; und noch während ich meine kleine, zarte Fazer neben einer bulligen Harley parkte, kam auch schon der HD-Fahrer an. Schenkte mir ein Grinsen und fragte dann, ob er uns (aufmerksam, wie er war, hatte er RM auch bemerkt) nicht vielleicht zu einer anderen Location entführen könne, wo es eher bikerlike wäre. Ein kurzer Blickwechsel mit RM und schon schossen wir gemeinsam mit 3 weiteren Bikern ins Unbekannte.



Die Location sollte sich als ein schön zurechtgemachtes Kleinod erweisen. Der Haryleyfahrer erwies sich als Mitbesitzer des Points, so dass ich ihm gleich mal ein paar Fragen stellen konnte. So bekam ich u.a. die Information, dass sie den Point am 01. Mai diesen Jahres erst neu eröffnet haben; dass am 01.05. über 1000 Motorräder gezählt wurden.
Ein Forschungsgang meinerseits offenbarte mir viele schöne, kleine und teilweise auch versteckte Details. Im Grossen u. Ganzen kann ich mit Recht sagen, dass die Location (speziell das Haus) mit Liebe zum Detail verfeinert wurde.





Danach machten wir uns wieder gen Heimat, da der Abend nahte. Vorher jedoch hatten wir noch einen Abstecher bei einem MC gemacht, der dieses lange Wochenende dazu nutzte, um seine Party auszurichten. Da sich schnell herausgestellt hatte, dass wir leider nicht wirklich mitfeiern konnten -andere Termine sprengten den Kalender- dachten wir uns, dass wir auf eine Stipvisite vorbeidüsen. Die Freude war gross, als manche der Members uns zu sehen bekamen.

Der Freitag fing dann etwas früher für uns an, da wir eine längere Tour geplant hatten. Ganz ursprünglich war angedacht, erst die Tour und dann abends zu nem anderen MC-Treffen zu fahren. Aber spontan, wie RM u. ich nunmal sind, haben wir uns kurzerhand entschieden, den Freitag abend nach der Tour doch daheim zu verbringen.
Der Freitag gestaltete sich vom Wetter her als durchwachsen... aber im Grunde genau richtig für eine Tour. Was es nicht alles zu sehen gab... jungejungejunge. Irgendwann mussten wir erstmal den Motorrädern etwas zu 'saufen' geben. Dabei fiel mir erneut auf, dass der linke hintere Blinker ein Eigenleben entwickelte. Sprich, mal tat er seinen Dienst wie immer; mal verweigerte er diesen einfach. Knurrig wie ich war, wollte ich das Ding schon abmontieren und in die Büsche pfeffern. Aber ein beherzter Spruch seitens RM brachte mich dann schnell wieder auf den Boden zurück.
Schnell wurde also eingeplant, dass wir in Münster dann noch zu Polo, Louis oder HeinGericke fahren würden, um dort erstmal eine neue Glühbirne zu besorgen. Wer weiss, vielleicht hat die ja auch einfach nur Probleme bekommen, als es *Bautz* gemacht hatte.
Jedenfalls wurden weitere Kilometer abgerollert... langgezogene Kurven wechselten sich mit leichten Serpentinen ab. Im Grossen u. Ganzen  war es eine schöne Tour, bei der mir jedoch ehrlichgesagt das Weserbergland nicht aus dem Kopf ging.
War ich vielleicht nur an den falschen Ecken unterwegs?
War/bin ich vielleicht zu verwöhnt?
Ja - vermutlich.
Am Sorpesee machten wir dann Mittagspause. Nachdem wir gegessen hatten und RM nochmals verschwunden war, musterte ich einen Motorradfahrer auf der gegenüberliegenden Seite, der sich verstärkt für meine Fazer zu interessieren schien. Und dann buffte es mich, als hätten mich tausend Ameisen geschubst. Der, der sich mein "Eng'lchen" so genau ansah, ist ein Freund gewesen, der heute seine Tour auch ins Sauerland verlegt hatte. Er schien wohl nicht glauben zu können, dass er wahrlich meine Maschine da stehen sah. Aber der Aufkleber am Heck meiner kleinen Blauen besagte aus, dass es sich wirklich um den "BlauenEngel" handelte. Der Blick jagte hoch - und da war ich schon über die Strasse gehechtet und begrüsste ihn stürmisch.


Ralf, Sandra, RM u. BlauerEngel

Nach einem kurzen Plausch verabschiedete man sich jedoch voneinander, denn schliesslich wollte man ja noch Kurvenräubern gehen *lach*. Gesagt, getan.




Mist.. ist das wirklich der richtige Weg???
Da!! Genau da! Direkt vor deiner Nase..... siehst du? Das ist der richtige Weg :)

Der Abend verlief dann in trauter Zweisamkeit, die hier nicht weiter erläutert werden wird.
Samstag hatten wir dann nochmal dazu genutzt, um uns auszuschlafen. In Anbetracht des vollen Terminkalenders für die kommenden Wochen erwies sich das als ein gar nicht so schlechter Plan.

Gegen frühen Nachmittag trafen wir uns dann bei einem befreundeten Päärchen, von wo aus wir dann zu einem Bikertreffen im Emsland durchstarten wollten.
Die Fahrt ansich gestaltete sich als arg kühl und ich gebe zu, dass ich die Heizgriffe aktiviert habe. Natürlich kam es dann auch noch so, wie wir alle befürchtet haben: es goss wie aus Eimern!
Die Maschine von einem unserer Mitfahrer streikte dann einfach mal kurzerhand ob des vielen Regens. Nach einer gepflegten Raucherpause ging es dann aber zum Glück weiter und wir mussten nicht den ADAC beordern.
Der Samstag abend gestaltete sich als typischer Bikertreffenabend. Es wurde viel gelacht, viel gequatscht, viel geburnt und auch viel getrunken.





Sonntag war dann irgendwie so gar nicht mein Tag. Nicht, dass ich Samstag zu viel getrunken habe, aber irgendwie spielte mein Magen Fahrstuhl. Der Kopf schwummerte auch so leidig vor sich hin, so  dass ich schon befürchtete, so schnell nicht auf die Maschine zu können. Aber dank Ulli erhielt ich Abhilfe in Form einer Kopfwehtablette, die zumindest das Schwummergefühl dann langsam, aber sicher in Angriff nahm.
Der Rückweg gen Münster gestaltete sich irgendwie schneller als der Hinweg. Nur gefühlt? Vielleicht habe ich ja die Strecke auch einfach nur mehr oder weniger verschlafen, während ich mich an RM's Nummernschild gehakt habe? Keine Ahnung; ich will es auch gar nicht mehr wirklich wissen.
Bei RM angekommen, war mein Bestreben, die Couch für mich in Beschlag zu nehmen, übermächtig. Die nächsten Stunden verbrachten wir also damit, unsere Körper (und Seelen) zu regenerieren.

Gegen 19 Uhr konnte ich es leider  nicht mehr weiter herauszögern - ich musste den endgültigen Heimweg antreten.
Wenig spektakulär ist die Autobahnfahrt... und nach 2.5 Std war ich dann auch wieder in den heimischen Gefilden eingetroffen. Nun nur noch schnell das Gepäck abgerödelt und ab auf die Couch, wo ich dann noch den von RM heiss ersehnten Anruf startete, dass ich heile angekommen bin.



Kommentare:

  1. Klingt nach mächtig viel Fahrspaß und Gemütlichkeit in zweirädrigen Kreisen :-) !

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