Sonntag, 2. Juni 2013

Fazertreffen 2013 Burg Starkenburg

Dieses Jahr sollte es wieder zum alljährlichen Forumstreffen der Fazeristis gehen. Angedacht war die Starkenburg in der Nähe von Heppenheim.
Schon zeitig genug wurden die Zimmer gebucht. Zu meiner Überraschung bekam ich anstelle des Mehrbettenzimmers ein Doppelzimmer für RM und mich.

Da RM den Donnerstag schon frei hatte (jaaaha, die in NRW haben nen Feiertag... genannt Fronleichnam), konnten wir am Freitag zeitig durchstarten.

Die Fahrt ging zuerst über die Landstrasse bis zur Autobahn, um die Gebiete um Salzgitter zu umschiffen, wo viele Baustellen und Fahrbahnverengungen eingebaut waren.

Mehrere Raucherpausen mussten wir wegen Ex-Schatz einrechnen, als wir die Strecke zur Starkenburg geplant hatte. Ca. 400km sollten in ca. 4 Stunden bewältigt werden. Eigentlich ja kein Problem. Aber am Freitag sah es wettertechnisch nicht danach aus, als wenn wir am Freitag überhaupt noch fahren würden.
Der Vormittag glänzte mit regengeschwängerten Strassen; der Himmel hing bleischwer mit Wolken voll. Die Temperaturen motivierten einen auch nicht gerade, diese Widrigkeiten zu ignorieren.
Jede Viertelstunden aktualisierte ich den Wetterbericht; die Hoffnung wollte ich einfach nicht aufgeben, doch noch heute durchstarten zu können.
Und siehe da - gen Nachmittag tat sich eine grosse Lücke auf, die ich dann mit RM nutzen wollte.
Ab nach Hause; mich in die Motorradklamotten geworfen; das Gepäck auf der Fazer verzurrt und schon waren wir on the Road.
Der Wind blies uns heftig entgegen oder traf uns seitlich, so dass es ab und an das Motorrad etwas versetzte. Egal; wir bissen die Zähne zusammen und kämpften uns Kilometer um Kilometer durch. Nur nicht aufgeben! Sind doch nur noch 380km bis zum Ziel...

Die Autobahn erwies sich als erstaunlich leer.. wir kamen gut durch, so dass wir in Guxhagen eine kurze Pause einlegten. Rasch wurden die Maschinen wieder aufgetankt; wir nahmen ein paar Burger und einen Kaffee zu uns, ehe es weiterging. Zwischenzeitlich hatte ich an eine Bekannte die Nachricht geschrieben, dass wir unterwegs sein - aber später kommen würden als 20 Uhr.

Wieder kämpften wir uns durch den Wind, welcher dann aber nach und nach schwächer wurde. Die Wolkendecke riss sogar etwas auf, so dass auch die Strassen abtrocknen konnten. 
Dank meines technischen Helferleins fanden wir auch schnell die Abbiegung innerhalb der Stadt, so dass wir die Buckelpiste -bestehend aus Kopfsteinpflaster- gut hinter uns bringen konnten.
(Anm.: ich hatte RM vorher schon gewarnt, dass Kopfsteinpflaster kommen wird und ich um Abstand bitten würde, da ich auf nassen/feuchten Kopfsteinpflaster fahre wie die letzte Anfängerin. Und das, obwohl ich schon seit 10 Jahren Motorrad fahre. Gibt eben Dinge, die wird man nie mögen!)

Nachdem wir oben im Burghof eingetrudelt waren, wurden wir mit einem grossen Hallo begrüsst. Das tat richtig gut nach der Anfahrt. Zuerst wurde ein Bier genossen, ehe wir uns in die Burg begaben, wo RM und ich noch etwas zu Essen bekamen. Die eigentliche Abendbrotzeit war schon vorbei, aber durch die Tatsache, dass ich uns für verspätet angemeldet hatte, wurde noch etwas aufgehoben.
Gesättigt und mit einem wohligen Gefühl im Bauch machten wir uns dann dran, das Zimmer zu beziehen. Gepäck also abgerödelt, aufs Zimmer geschlurrt und kurz mit Bettenbeziehen aufgehalten.
Dann nichts wie ab zu den Anderen...den Abend geniessen.







 




Am Samstag wollten wir eigentlich eine kleine Runde dort vor Ort drehen, aber das Wetter machte uns dann doch einen Strich durch die Rechnung. Daher wurde ein Auto auserkoren (jaaaha, Viele waren mit dem Auto angereist, weil der Wetterbericht so viel Regen vorhergesagt hatte) und ab in die Stadt.
Dort wurde unsere Aufmerksamkeit erstmal von einem Motorradshop in Beschlag genommen, wo der Freund einer der Teilnehmerinnen arbeitet. Wie ein Schwarm Heuschrecken fielen wir dort ein und verwüsteten die Regale. Nein, ganz so schlimm war es nun auch nicht, aber ich glaube, die beschauliche Ruhe haben wir ein bisschen durcheinander gebracht.
Das Eine und Andere wurde anprobiert; und das Eine wurde dann auch gekauft.
Einkaufen macht bekanntlich hungig, nicht wahr? So ist es zumindest uns ergangen, so dass wir beschlossen, den hier ansässigen Chinesen aufzusuchen. Leckeres Mittagsbuffet gab es - für sage und schreibe 7.50 €. Als wir die Rechnung bekamen, sind wir fast alle vom Stuhl geplumpst bzw gerollt.
Geplant war, danach noch eine Sportsbar aufzusuchen und MotoGP zu guggen, aber irgendwie hatte Sky in der Gegend und vorallem an dem Tag ein kleines Übertragungsproblem. Also wieder ab zur Burg, wo RM und ich uns erstmal ins Zimmer verzogen.
Die nächsten paar Stunden verbrachten wir damit, dass wir das Bett hüteten. Mich hatte (wetterwechselbedingt?) ein Anfall von Migräne erwischt und RM leistete mir Trostgesellschaft. Dass ihm nebeher auch die Augen zufielen, belassen wir hiermit mal unerwähnt *giggl*

Abends mischten wir uns wieder unters Volk und genossen die Zeit. Hier und da wurde über Dies und Das getratscht, das eine und andere Technikgespräch wurde geführt und im Allgemeinen herrschte eine entspannte Athmosphäre.


Der Sonntag war dann geprägt von Bettenabziehen; Gepäcktaschen packen und verzurren.
RM und ich hatten aufgrund des aufgeklarten Wetters beschlossen, dass wir über die Landstrasse bis nach Guxhagen fahren wollten, wo wir dann nochmals die Maschinen auftanken und unseren Magen etwas füllen wollten.
(Anm.: irgendwie entwickelt sich Guxhagen als Dauertreffpunkt)
Gesagt - getan. Flott ging es über kleinere Strassen durch schön gezogene Kurven. Zum ersten Mal seit meinem Unfall hatte ich wieder das Gefühl, eins mit meiner Fazer zu sein. Kein Nachdenken; kein Erstarren vor einer Linkskurve. Nein, stattdessen das Geniessen der Landschaft und der Streckenführung.

Guxhagen kam mal wieder viel zu schnell in Sicht. Aber was solls.. das ist das Leid einer Wochenendbeziehung.
Nachdem wir das Unvermeidliche nicht mehr länger hinauszögern konnten, fuhren wir getrennte Wege. Ich entschloss mich, einen Teil noch auf der Autobahn zu bleiben und dann auf die Landstrasse abzubiegen, um das schöne Gefühl noch zu geniessen.
Erschöpft, aber glücklich kam ich schliesslich irgendwann um 18 Uhr daheim an. Mehr als das Gepäck runter zu zergeln tat ich dann auch nicht mehr.
Ein kurzes Feedback ob des intakten Heimkommens wurde noch ins Forum gesetzt, ehe ich mich auf dem Sofa langmachte. Das Telefonat mit RM verlief auch recht kurz, da wir beide echt geschafft waren.

Fazit: ein schönes Wochenende, an dem ich alte und neue Nasen gesehen habe..
Was für ein gelungenes Schlusswort :)


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