Sonntag, 30. Juni 2013

Reifen 'anputzen'...

Ursprünglich war die Tour für den Tag zuvor geplant gewesen. Aber das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Also wurde spontan umgeplant.
Eigentlich war die Tour auch durch den Harz geplant, aber es sollte anders kommen.
Wieviel Spontanität wir noch an den Tag legen mussten, sollte sich dann am Sonntag selbst zeigen.


Samstag abend bekam ich die Anfrage, ob wir denn anstelle des Harzes auch das Weserbergland unsicher machen würden. Kurz nachgedacht, dann den einen meiner Kumpanen eine SMS geschickt, die mit einem Ja bekundet wurde.
Der andere Kumpan würde dann am Sonntag direkt überrascht werden.
Es gesellten sich dann noch 2 zusätzliche Fahrer/in am Treffpunkt hinzu, eh es gemeinsam über die Autobahn gen Peine ging, wo wir dann den letztlich wartenden Mitstreiter aufgabeln wollten.
Dort stellte sich heraus, dass wir noch 2 weitere Mitfahrer in Hildesheim einreihen mussten.
Okay, somit war die Truppe von urspünglich 3 Fahrern/Maschinen auf 8 Fahrer/Maschinen angewachsen.
Ob das gutgeht?

Unser Tourguide legte ein gutes, zügiges Tempo vor, so dass wir Restlichen uns noch unseren Platz in der Gruppe sortieren mussten. Nach einigem Hin und Her hatten wir dann alles geregelt und wir konnten entspannt über die Strassen knattern, welche bedingt durch das eher durchwachsene Wetter recht leer waren. Gut so!

In Alfeld a.d. Leine hatten wir dann leider einen Totalausfall zu beklagen. Nach mehreren Telefonaten der Betroffenen stand fest, dass die ölkleckernde Bandit via Huckgepack nach Hause gebracht werden konnte. 3 weitere Mitstreiter brachen die Tour dann ab.
Also verblieben noch 4 tapfere Recken der Strasse!

Mit einstündiger Verspätung machten wir uns wieder auf die Reifen. Nun hatte sich eine Truppe zusammengerauft, die ein flottes Tempo an den Tag legte. Meine anfänglichen Bedenken, dass ich doch mit einem neuen Reifen unterwegs bin, wurden recht schnell zunichte gemacht.
Der Reifen verleiht mir von Anbeginn an ein gutes Gefühl.. die Schräglagen meistert er souverän; kein Verrutschen, obwohl die Seiten noch nicht ganz griffig waren (wer Neureifen einfährt, weiss, wovon ich rede!). Selbst Bitumenstreifen steckte er mit einem symbolischen Achselzucken weg :)
Klasse - der Reifen gefällt mir bisher.

Kreuz und quer schossen wir über die Strassen; nahmen viele Kurven mit und hatten kaum Zeit, die Landschaft zu geniessen. Und was soll ich sagen? Irgendwie wollte das auch keiner.

Auf dem Köterberg hielten wir dann auch noch an. Das scheint wohl ein Must-to-do sein, wenn man im Weserbergland unterwegs ist. Aufgrund des miesen Wetters waren nicht zu viele Biker unterwegs; aber das eine u. andere Schätzchen war durchaus anzutreffen.





Nachdem die Jungs ihren Kaffee u. ich meine heisse Schokolade ausgetrunken haben, machte ich mich auf zu meiner Fazer. Ich wollte für Facebook dokumentieren, dass ich den neuen Reifen eingefahren habe. Ich zückte also mein Smartphone, knipste n Bild und wunderte mich ein wenig, weil ich aus dem Augenwinkel heraus gesehen habe, dass just in dem Moment MICH jemand fotografierte. Anfangs dachte ich mir nix bei, aber ein Blick auf die betreffende Person zeigte mir, dass es sich um einen alten Bekannten handelte, mit dessen Anwesenheit ich ehrlich gesagt am allerwenigsten gerechnet hatte.
Hintergrund dessen ist, dass er vor einigen Monaten einen schweren Motorradunfall erlitten hatte, bei dem er sich sehr viele Knochenbrüche zuzog, welche noch immer nicht vernünftig ausgeheilt sind.
Nähere Details erspare ich nun.
Jedenfalls plauderten wir noch ne halbe Stunde; meine Mitfahrer nahmen Rücksicht darauf, was ich ihnen hoch anrechne.

Irgendwann war es jedoch Zeit, wieder aufzubrechen. Die unterschiedlichsten Kurven wurden geräubert und ich merkte, dass ich immer sicherer wurde und meiner Maschine endlich wieder mehr Vertrauen schenkte (nach dem Unfall im September war das nicht so gegeben).

In Hildesheim trennten wir uns dann. Ich selbst fuhr dann über Braunschweig bis nach Hause, wo ich dann die Kleine abstellte. Nachdem sie sich ein bisschen abgekühlt hatte, gönnte ich ihr noch eine ordentliche Portion Kettenspray, ehe die Plane übergezogen wurde.

Ich selbst gönnte mir dann auch etwas Gutes: eine ausgiebige Dusche mit allem Zipp u. Zapp.
Frisch geduscht setzte ich mich dann noch für eine Weile an den Rechner, wo ich in Facebook manche Fragen beantwortete, die sich im Laufe des Tages aufgetürmt hatten, da ja Einige meinen Post mit dem Reifen gesehen hatten.
Den Abend liess ich dann gemütlich ausklingen, indem ich mich auf dem Sofa lang machte, ehe dann irgendwann Schlafenszeit war.


Fazit zum Reifen: klasse Entscheidung! An das anfangs lauter wirkende Abrollgeräusch gewöhnt man sich sehr schnell. Der Grip des Reifens ist super; die Schräglagen sind ohne Versatz möglich. Maschine einfach reinfallen lassen und durch die Kurve ziehen - der Reifen hält!
Dieses Urteil wage ich mich zu äussern, da ich auf den mittlerweile 112tkm Motorradtouren schon den einen u. anderen Satz Reifen drauf hatte.
Bisher ist er der beste Reifen, den ich gefahren bin. Der Langzeittest wird zeigen, ob er an die Langlebigkeit des Michelin Pilot Road 2 auch herankommt.

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