Sonntag, 4. August 2013

04.08.2013 - Moseltour - Tag 4 (Abreise)

Nun war er also gekommen - der Tag der Abreise.
Zuerst wurde in Ruhe gefrühstückt, ehe ich mich daran machte, meine Sachen wieder zu verstauen. Da ich mittlerweile nicht zum ersten Mal mit dem Motorrad am Wochenende unterwegs war, gestaltete sich das Zusammenpacken routiniert und dementsprechend zügig.

Nachdem alles verstaut, verzurrt und festgezergelt war, konnte es losgehen. Die Verabschiedung bei den beiden Kumpels gestaltete sich flott, denn genauso wie ich wollten sie mit dem Motorrad fahren. Da die Beiden noch Urlaub hatten, konnten sie noch auf dem Platz bleiben.

Mein Navi hatte sich zum Glück eines Besseren besonnen und tat seinen Dienst ganz genau so, wie ich es von ihm erwartete.
Ich hatte mir vorher schon auf GoogleMaps angeschaut, wie lange ich für die Rückreise brauchen würde, wenn ich die Autobahn komplett meiden würde.
Ergebnis: 413km in 7 Std.
DAS war doch mal eine Ansage, die sich Frau nicht entgehen liess.

Zügig bummelnd ging es erstmal nochmal entgegengesetzt in Rtg. Cochem. Die Burg Eltz wollte ich mir noch anschauen, da sie nicht weit weg vom Campingplatz lag.
Danach ging es dann weiter über kleinere Dörfer, ehe ich nahe Koblenz dann auf die Bundesstrasse zirkelte. Kilometer um Kilometer spulte mein kleines, treues Fazerchen mit mir ab; ich konnte ab und an den Blick schweifen lassen, da der Verkehr sich auf der Landstrasse in Grenzen hielt.
Wäre ich Autobahn gefahren, hätte ich mich vermutlich in mehrere Staus stellen können, da an dem Wochenende auch Rückreiseverkehr in vielen Bundesländern war.

Gemütlich ging es bis nach Bad Arolsen, wo ich dann einen längeren Kaffeestopp bei Freunden einlegte. Die Beiden freuten sich nen Keks und wir kamen vom Schnattern nicht weg.
Irgendwann musste ich dann aber doch weiter, denn ich hatte ja noch ein bisschen Fahrtstrecke vor mir.
Das Weserbergland lag vor mir - hier kannte ich mich auch ohne Navi aus!
Bis nach Boffzen geschüsselt, ehe ich Rtg. Neuhaus/Solling abbog. Die Kurven glitten unter mir dahin, während ich durch den Schatten fuhr.
In Einbeck dann noch einen kleinen Schlenker gemacht, ehe es weiter gen Seesen ging.
Währenddessen reifte die Idee heran, in Liebenburg nochmals eine Kaffeepause einzulegen. Wieso gerade dort? Ganz einfach: weil dort ein Kumpel von mir mit seiner Angetrauten eine Pension führt, die auch Ausschank macht.
Pension "Zur Post" - eine Adresse, die man sich merken sollte, wenn man im Harzer Vorland unterwegs ist.

Dort hielt ich mich dann auch noch gut ne Stunde auf, die mit viel Getratsche über das vergangene Wochenende und andere Wochenenden, die wir schon gemeinsam gefeiert hatten, verlief.
Aber auch hier hiess es dann irgendwann: Abreise!
Die letzten 100km verliefen dann wieder in Heimatrevier *grins*

Daheim angekommen wurde erstmal die Fazer versorgt. Das liebevolle Ketteeinsprühen habe ich mit Hingabe gemacht; danach wurde die Kleine mit der Schutzplane eingedeckt.
Erst dann machte ich mich ans Auspacken.. Dreckwäsche flog im hohen Bogen in die Wäschetonne; die Cam wurde an den PC angeschlossen und beim Betrachten der Bilder wurde das Wochenende nochmals Revue passiert.

Fazit: ein wunderschönes Wochenende habe ich da an der Mosel verbracht. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich dort unten war.
Ich habe festgestellt, dass ich speziell die Rücktour genossen habe, weil ich fahren konnte, wie ich wollte. Ich konnte anhalten, wann u. wo ich wollte. Ich konnte einfach meinen Turn fahren, ohne mich auf Jemanden einstimmen zu müssen.

Ergo: das mache ich nun öfter :)

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