Freitag, 6. Dezember 2013

06.12.2012 - Verkleidungslos...

Die Fazer ist eingewintert; stillgelegt steht sie in der Garage und wartet auf die Wiederbelebung im Frühjahr.
Diese Zeit bietet sich an, um aufgeschobene Bastelarbeiten anzugehen.
Der aufmerksame Leser weiss vielleicht noch, dass im September 2o12 etwas geschehen ist, was das Leben vom "Eng'lchen" und mir verändern sollte.

Der Unfall, welcher zum Glück relativ glimpflich abgegangen ist -was personellen Schaden angeht- hat versteckt doch mehr Opfer gefordert als gedacht.
Bei jeder Tour hatte ich das Gefühl, dass der gesamte Vorderbau schief wäre. Konnte das sein?
Ein genauer Blick auf den grossen, mittleren Verkleidungshalter (siehe Bild 1) sollte mir aufzeigen, dass eben Jener verzogen ist.
Kam daher auch der Knick in der Spiegelführung? Hmm, das würde sich wohl bald herausstellen.

An einem Sonntag hatte ich dann den nötigen Elan, mich in die kalte Garage zu begeben. Dort hinten stand meine Kleine - versteckt unter einer grossen Plane, die sie vor Staub u. sonstigen Einflüssen schützen sollte.
Vorsichtig zuppelte ich die Plane ab; flüsterte etwas von wegen "Tschuldige Kleine...", ehe ich mich ans Werk machte. 
Die ersten Schrauben liessen sich ohne weitere Probleme lösen; fanden ihren Weg in ein kleines Döschen, um nicht verloren zu gehen.
Die letzte Schraube am unteren Scheibenkeil erwies sich als widerspenstig. Ursprünglich wollte ich die Verkleidung in einem Stück runternehmen; aber eben jene Schraube machte es vonnöten, dass ich die Scheibe doch abmontieren musste.
Danach lief alles wieder reibungslos. Ich war positiv erstaunt. Es ist ja nun nicht so, dass ich allzu oft alleine an der Fazer bastel. Irgendwie habe ich immer noch viel zu viel Schiss, irgenwas verkehrt zu machen.
Aber es klappte alles ohne Probleme.

Nun beguggte ich mir die Sache mal von einer anderen Seite - im wahrsten Sinne des Worte.
Der erste Blick auf den Halter zeigte mir betreffs der Spiegelführung nichts auf, was ungewöhnlich wäre.
Also machte ich mich daran, die Scheinwerfer- und Tachoeinheit lösen zu wollen. Jaaha, der Gedanke war gut, doch die Umsetzung erforderte dann etwas Fingerspitzengefühl.
Die Schrauben liessen sich hervorragend lösen; doch die Steckverbindungen der einzelnen elektrischen Komponenten machten Probleme.
Herrje, was bin ich froh, alleine in der Garage gewesen zu sein. Meine Flüche hätten selbst dem Teufel die Schamesröte ins Gesicht getrieben.
Aber letztendlich kann sich Nichts u. Niemand lange dem weiblichen Charme widersetzen und so gab schliesslich auch die letzte Klickverbindung den Widerstand auf.

Der Halter war letztendlich dann kein Problem mehr. Schrauben mit einem Knacks gelöst und in das Aufbewahrungsdöschen gepackt.
Nun hatte ich also den Patienten in der Hand. Ich drehte und wendete ihn unter meinem musterndem Blick. Konnte ich etwas entdecken? Nein, nicht wirklich.
Da ich aber wusste, wer mir weiterhelfen kann, packte ich den Halter in den Kofferraum des Espace.
Die Verkleidung, die Scheinwerfer- sowie die Tachoeinheit nahm ich in die Wohnung.
Dort würden sie eine Reinigungsprozedur erfahren, um letzlich in den kommenden Wochen den Weg an die Fazer zurückzufinden.
Nebenher wird die Verkleidung noch ein kleines Design-Gimmick erhalten, so dass man auf lustige Art u. Weise über den Unfall Kunde bekommt.
Was es ist?
Lasst euch überraschen!



Bilder des Beitrags: 







1 Kommentar:

  1. Na eigentlich hat sich das einmotten doch gar nicht gelohnt :) Bei dem Wetter kann man doch sooo schön fahren

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