Sonntag, 18. Mai 2014

18. Mai - Verkappte Harztour, HH-Runde u. neue Puschis

Na zappalott - nu war es doch glatt wieder soweit, dass das Fazerchen neue Schuhe bekommen musste.
Die alten Reifen waren soweit runtergerockt, dass ich in einer eventuellen Kontrolle mit Sicherheit nimmer mit einem blauen Auge davongekommen wäre.
Also nahm ich mir vor, den Reifen wirklich den letzten Rest zu geben.

Für den Samstag hatte ich mich über ein Fazerforum zu einer Harztour mit angemeldet. ursprünglich wollte ich nur ganz gemütlich hinterherrollen und keine Experimente mehr wagen - bloss nicht die Aufmerksamkeit der Obrigkeit auf mich ziehen.
Aber es kam anders, als gedacht.
Ein paar Tage zuvor wurde ich mehr oder minder gebeten, mir eine Tour auszuklügeln und diese dann auch als Tourguide zu fahren. Somit war also mein Sinnen auf entspanntes Fahren dahin.
Liebreizend, wie ich manchmal sein kann, habe ich dem zugestimmt, denn ansonsten hätten manche Mitfahrer doof aus der Wäsche geguggt.

Samstag also früh aufgestanden (mein Schatz hatte zu dem Zeitpunkt noch ausnahmsweise Nachtschicht und kam daher morgends um 6 Uhr heim); in aller Gemütlichkeit mir einen Schoko-Cappuccino gemacht (und getrunken ^^), ehe ich mich angeplünnt habe und durchgestartet bin.
Die Fahrt in den Harz verlief ohne sonderliche Vorkommnisse. Da ich viel zu früh in Goslar ankam, habe ich noch eine Extrarunde über Altenau u. Clausthal-Zellerfeld gedreht. 
Verdammt, was war das da neblig oben... man konnte keine 100 Meter weit sehen und dementsprechend vorsichtig war ich dann doch lieber unterwegs. Wollte ich mich doch nicht auf den letzten Stunden noch langschmeissen!

Gegen 9.30 Uhr trudelte ich dann am Treffpunkt in Goslar ein, wo so nach u. nach die restlichen Mitfahrer munter wurden. Es bildeten sich Gruppen und zusehends leerte sich der Hof.
Mit meiner Gruppe einigte man sich, nicht im Harz umherzurollen, sondern ins benachbarte Weserbergland auszuweichen.
Hintergrund dessen war, dass ich eben die arg abgefahrenen Reifen hatte und zudem noch eine Fahranfängerin mit on board war.
Es ging über Osterode rüber ins WBL; in Uslar wurde bei "Bikers Point" Stopp gemacht, ehe es weiter über Dassel, Langelsheim nach Goslar zurück ging. Alles in Allem war es eine schöne, entspannte Tour, wo auch unsere Fahranfängerin super mithalten konnte.

Da ich am Sonntag eine Familienfeier anstehen hatte, konnte ich abends nicht lange bleiben und machte mich recht zeitnah auf den Rückweg. Dieser gestaltete sich auch recht entspannt, wenn ich mal von den 2 entgegenkommenden Streifenwagen absehe.
Btw: ist es normal, dass man mit abgefahrenen Reifen jedem Polizeiwagen argwöhnisch nachguggt, dass die auch ja nicht umdrehen und dich aufs Korn nehmen?
Während des Tages hatte sich herausgestellt, dass mein Schatz -entgegen zuvoriger Aussprachen- mich doch zu der Familienfeier begleiten könne. So bin ich als anstelle nach Hause zu ihm gefahren, habe die Fazer in die Garage gerollt und ihr eine gute Nacht gewünscht.

Sonntag konnten wir uns nicht so ganz entscheiden, ob wir mit dem Auto oder mit den Motorrädern fahren sollten. Das Wetter sah morgends echt schön aus; zwar wolkenverhangen, aber trocken mit ab und zu durchblinzelnder Sonne. Doch die Vorhersage besagte, dass es zum Nachmittag hin noch Regen geben solle. Aber doch nicht für uns, oder? Neeeein.. nie nicht.
Wir sattelten also unsere beiden Feuerstühle und begaben uns in Rtg. Norden.
Da sich die Harley von meinem Schatz zu dem Zeitpunkt noch in der Einfahrphase befand (wurde im Winter ja komplett auseinandergenommen und von Grund auf wieder aufgebaut - inkl. Motor), konnten wir nicht schneller als 80 km/h fahren. Gott, wie laaaaaange Einem plötzlich die Strecke vorkommt *ächz*
Aber wir hatten es irgendwann dann endlich geschafft, das Ziel zu erreichen und die Überraschung bei meiner Familie war gross, dass mein Schatz entgegen der Absage nun doch mitgekommen war.
Der Tag zog so dahin und die Wolken zogen auch immer mehr auf.
Irgendwann nahte der Zeitpunkt des Aufbruchs und ein besorgter Blick gen Himmel zeigte uns auf, dass wir wohl einen nassen Boppes kriegen würden. 
Und japp - keine 20 Kilometer später war es dann auch soweit. Also kurz angehalten, die Regenklamotten angezogen und weiter ging es.
Wir wollten dann irgendwann nuuur noch nach Hause.
Kürzesten, schnellsten Weg gewählt und ab durch die Mitte.

Daheim angekommen haben wir die Motorräder nur noch in die Garage gestellt und uns auf unter die heisse Dusche gemacht. Das belebte die müden, unterkühlten Lebensgeister wieder und als ich dann ins Wohnzimmer kam, prasselte schon ein gemütliches Feuer im Kamin.

Gemütlich bei einem Glas Rosewein liessen wir den Abend ausklingen, ehe wir ins Bett krabbelten.
Eng aneinandergekuschelt fiel ich auch schnell in den Schlaf.

Am Montag hatte ich dann -als ich von der Arbeit heimkam- den neuen Satz Reifen vor der Wohnungstür stehen. 
Also hiess es noch am Abend, die Fazer zu bebasteln. Mit etwas Kraft -begleitet von undamenhaften Fluchen- schaffte ich es dann endlich, die Räder auszubauen. Mein Schatz wollte mir helfen, doch als er dann endlich bei mir daheim vorrollte, hatte ich schon fast Alles selbst geschafft.
Die Räder dann noch schnell ins Auto bugsiert, damit ich die am Dienstag gleich zu meinem Mokel bringen könnte.
Die Umziehaktion ist auch gut vonstatten gegangen, so dass am Mittwoch nu der Einbau der neubereiften Räder folgen kann.
Und dann kann die Saison richtig losgehen !


Bilder: 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen