Donnerstag, 31. Juli 2014

31. Juli - Erzgebirge, Thüringer Wald, Rhön und Edersee

Urlaub.. die Zeit des Müssigganges und der Erholung.
Meinen Urlaub hatte ich ursprünglich anders geplant. Doch es kommt bekanntlich anders, als man denkt. So auch in meinem Fall.
3 Wochen zuvor hat sich mein Leben verändert; eine -für die Urlaubs- und Lebensgestaltung relevante- Person hat sich "verabschiedet".
Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch einen Plan B parat gehabt hätte - und dieser trat nun in Kraft.

Als Erstes hiess es packen: Zelt, Isomatte und Schlafsack fanden ihren Platz in der grossen, geräumigen Gepäckrolle; Klamotten sowie mein Netbook wurden in den Seitenkoffern verstaut.


Ich muss zugeben, dass ich mir wegen der Route keinerlei Gedanken gemacht habe. Ich wusste nur: ich will fahren.. viel, in einer schönen Gegend und einfach weg von hier.
Also startete ich heute (Donnerstag) gegen Mittag los gen Erzgebirge.
Ich wusste, ich habe einen mächtigen "Ritt" vor mir. Ca. 450km standen auf dem Navi, nachdem ich mich für einen Flecken Erde entschieden hatte, wo ich mein Zelt für eine Nacht aufstellen wollte.

Die Fahrt ansich verlief gut; die Fazer schnurrte über das Asphaltband und auch die zusätzliche Last der Seitenkoffer steckte die Kleine recht gut weg. Sicher, man merkte anhand des Windwiderstandes, dass sie mehr zu tun hatte; auch wurde die Stabilität ein wenig beeinträchtigt.

Da ich aber nicht zum ersten Mal mit montierten Seitenkoffern fuhr, fand ich mich schnell in dem neuen Fahrgefühl zurecht.

Über die Landstrassen ging es gen Südosten. Die Autobahn mied ich weitestgehends, da ich etwas von der Landschaft sehen wollte. Ich wollte den Duft der Felder in der Nase haben; ich wollte das saftige Grün der Baumblätter im Blick haben.


Gegen 18.3o Uhr erreichte ich mein erstes Etappenziel. Ein kleiner Campingplatz in der Nähe von Plauen, den ich via der App "Archies" (https://play.google.com/store/apps/details?id=jahdroid.archies&hl=de) bereits am Nachmittag für mich auserkoren hatte.

Anfangs war ich skeptisch, ob das mit der App wirklich funktionieren würde - jetzt weiss ich, dass es eine super Sache ist.

Nachdem ich mich an der Rezeption angemeldet hatte (die junge Frau war super freundlich und freute sich, dass eine alleinfahrende Motorradfahrerin bei ihnen campen wollte), wurde mir ein Platz gezeigt, auf dem ich mein Zelt aufbauen konnte.

Der Zeltaufbau ging schnell von der Hand; kaum eine halbe Stunde später sass ich schon bei der platzeigenen Kneipe auf der Terrasse und genoss mein erstes Feierabendbier.
Eine kleine Portion Essen rundete den ersten Moment meines Aufenthaltes ab; die folgenden Gespräche mit einem Schweizer Paar machte den Abend für mich nahezu perfekt.
Wir tauschten uns über Motorradfahren aus, denn wie sich herausstellte, fuhren die beiden auch Motorrad - waren diesmal jedoch mit dem Wohnmobil unterwegs.
Wir unterhielten uns auch über ernste, länderübergreifende Themen, auf die ich nun jedoch nicht weiter eingehen möchte. Nur soviel: interessant, dass wir Deutschen mit manchen Themen nicht alleine dastehen ^^

Gegen 22.3o Uhr war der Tag dann für mich zuende; ich rollte mich in meinen Schlafsack ein und ratzfatz war ich eingeschlafen.



Bilder des Tages:









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