Samstag, 2. August 2014

o2. August - Erzgebirge, Thüringer Wald, Rhön und Edersee

Nach einer eher unruhig geschlafenen Nacht rappelte ich mich aus meinem Zelt heraus.
Miesmutig blickte ich mich um; die Jugendlichen u. Twens, welche die Nacht zum Tage gemacht hatten, lagen noch schnarchend in ihren Zelten.
Langsam begann ich damit, meine Sachen zusammen zu packen, da ich nicht zu lange auf diesem Platz verweilen wollte.
Währenddessen wurde ich noch für eine Viertelstunde von dem dort ansässigen DLRG-Menschen abgehalten, der in dem Moment sein Schnellboot in den Stausee bugsierte. Es war durchaus interessant anzusehen, wie weit ein SUV mit den Hinterrädern ins Wasser fahren konnte, ohne dass der Motor aufgrund Rückstau der Abgase ausging.


Nachdem diese durchaus willkommene Abwechslung jedoch beendet war, machte ich mich dran, meine restlichen Klamotten zu verstauen.

Die Niederländer waren ebenfalls dabei, ihre Siebensachen zusammen zu packen und nach einer herzlichen Verabschiedung machte sich jeder auf, seine Tour fortzusetzen.
Diesmal lag für mich die Rhön auf dem Plan; als Tagesziel war dann der Edersee (nicht Rhön! ^^) auserkoren.

Was soll ich gross schreiben!? Ich fuhr und fuhr und fuhr. Ich verspürte wenig Lust, irgendwo anzuhalten und Fotos zu machen. Viel zu lange schon hatte ich auf die Intensivbetankung der Kurvenräuberei verzichten müssen und daher genoss ich das nun in vollen Zügen.

Abends um ca. 17.3o Uhr kam ich am Edersee an. Wie die Tage zuvor hatte ich mir schon einen Campingplatz via App auserkoren. Klappte es auch diesmal?
Ja, das Glück war mir hold. Ich bekam den letzten verfügbaren Platz zugewiesen. Die Aussicht, dass ich nur 1 Nacht bleiben wollte, machte es möglich.
Rasch hatte ich das Zelt aufgebaut; noch überlegte ich, ob ich an den kleinen Vorrat der zwei mitgenommenen Flaschen Bier rangehen solle oder nicht. Da zu diesem Zeitpunkt aber eine kleine Festivität zugange war, entschied ich mich, dort frischgezapftes Bier zu holen.
Zwischendurch machte ich mich noch kurz an der Fazer zu schaffen, da diese im Antrieb knackende Geräusche von sich gab. Ich wollte zumindest mal im Ritzelgehäuse nachschauen, ob da evtl. das Sicherungsblech des Ritzels noch okay war. Da ich meinen kleinen Werkzeugkasten mitgenommen hatte, ging die Demontage des Deckels recht schnell.
Dann sah ich das Dilemma. Das Blech war fest, aber es hatte sich im Laufe der Zeit einiges an alten Kettenspray -vermengt mit Staub u. Sand- im Gehäuse gesammelt und sich ungünstig ums Ritzel sowie den Kettenlauf gelegt. Vorsichtig befreite ich alles von dem Schmodder; hoffte inständig, dass dies das Knacken beheben würde.
Neugierig wurde ich von meinen Platznachbarn beäugt, was ich denn da machte. Vermutlich sahen die nicht so oft eine Fau, die alleine Motorrad fährt; alleine campt und zu guter Letzt auch noch werkzeugtechnisch Hand an die Maschine legte.
Nach mehreren Bierchen, einer Bratwurst und dem Spaziergang zum Edersee herab, beschloss ich den Abend dann so gegen 22.3o Uhr.


Bilder des Tages:







1 Kommentar:

  1. Meine Nachbarn sehen mich regelmäßig am Mopped oder halb unter dem selbigen liegend, die Hände voller Schmiere und die Haare zerzaust vom Straßendreck. Dabei mache ich nichts großartiges - einfach nur Kette reinigen, Ellie putzen, Kühlwasserbehälter-Kontrolle, und unter dem Korpus nachsehen, ob da alles schick ist. So ein wenig Kleinkram eben. Mehr "kann" ich noch nicht, aber das ändert sich vielleicht auch noch im Laufe der Zeit!

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