Freitag, 29. Mai 2015

29. - 31. Mai: (MC) Wannetal-er mit Wassereinlage

Wieder einmal sollte es soweit sein - ein Bikertreffen stand im Kalender.
Diesmal sollte es in die Nähe von Arnsberg gehen, wo ein befreundeter Club der MF Veteranos ihren Sitz haben.
Die Leutz vom MC Wannetal kenne ich persönlich bereits von vorhergegangenen Party - auf deren eigener Feier war ich jedoch noch nie gewesen.

Am Freitag musste ich noch arbeiten, wohingegen mein Schatz bereits einen freien Tag hatte. Wir verabredeten, dass wir uns bei meinem Clubbruder u. meiner Clubschwester treffen, um von dort aus dann gemeinsam weiterzufahren.
Ich konnte es kaum erwarten, dass es endlich zum Feierabend läutete. Dann konnte man von mir nur noch eine kleine Staubwolke erkennen - so schnell flitzte ich zu meiner heissgeliebten Fazer, die vollbepackt auf dem Parkplatz artig auf mich wartete.

Wie meistens, wenn ich mein kleines Schätzchen startete, durchfuhr mich ein freudiges Kribbeln. Es ist in den mittlerweile 12 Jahren u. (derzeit) 141tkm noch nicht verflogen.
Bikerin durch u. durch eben   *grins*

Mit einer halben Stunde Verspätung erreichte ich den Treffpunkt. Abgehetzt wollte ich meine Fazer abstellen, aber ein kurzer Plausch mit meinem Clubbruder überzeugte mich dann, dass ich in Montur bleiben könne und wir das begrüssungsknuddeln bei der nächsten Raucherpause nachholen würden.

Somit waren wir binnen der nachfolgenden 1o Minuten auch schon wieder auf der Bahn. Ein Teilstück absolvierten wir auf der Autobahn, da wir ein wenig Meter machen und dabei einfach Zeit reinholen wollten.
Das Tempo war zügig; für meine Fazer, die die Kleinste im Bunde war, war es teilweise zu zügig, denn die Koffer stemmten sich doch arg mächtig gegen den Wind.
Das Resultat war dann, dass sie sich einen gehörigen Schluck Öl gegönnt hatte - wovon ich aber erst später etwas bemerkt habe. Dazu dann später mehr.
Nachdem wir also die Autobahnetappe hinter uns gebracht haben, ging es auf den grossen Landstrassen weiter. Es war erstaunlich wenig Verkehr, obwohl es Freitag später nachmittag war. Wir kamen gut durch; die Raucherpausen fielen auch nicht all zu grosszügig aus.
Natürlich mussten wir auch 1x an die Tanke, da die TDM von meinem Schatz M. nur über einen kleinen 18-Liter-Tank verfügt. Dies war mal wieder  d e r  Moment, wo ich mich freute, ein soooo sparsames Motorrad zu haben. Denn mit ihren 21-Liter-Tank hielt die Kleine durchaus ihre 35o-4oo Kilometer durch :)

Ein paar Stunden später erreichten wir endlich das Gelände des MC Wannetal. Unsere anderen beiden Clubmitglieder waren kurz vor uns angekommen; sie standen noch an ihrem Zelt und plauschten mit einigen Leutz von anderen Clubs.
Ich beguggte mir das Gelände; bemerkte sofort, dass ich mal wieder an meinem Manko der Kurzbeinigkeit scheitern würde. Doch ein liebes Wort an meinem Clubbruder vermochte es, dass die Fazer (durch ihn) ihren Platz unten auf der holprigen, unwegsamen Wiese fand.
(Anm.: mittlerweile habe ich gelernt, um Hilfe zu bitten. Ein Lernprozess, der sich über Jahre hinweg erstreckt hat)

Und dann ging es los - die Party.
Man stellte sich zusammen; plauschte u. lachte gemeinsam über Anekdoten aus vergangenen Jahren. Man gönnte sich das eine u. andere Getränk, welches seine Wirkung nicht verfehlte.

Ein sogenanntes Saufspiel namens "Balkensaufen" wurde auch noch gespielt. Dabei ging es darum, dass mehrere Leute synchron aus den auf einem Balken befestigten Bechern trinken mussten. Was sich so leicht anhört, ist jedoch nicht so einfach. So manch Einer sah hinterher arg bekleckert aus  *kicher*

Irgendwann gen Nacht verabschiedete ich mich. Das "Bett" rief... ich hatte mir meinen Kuschelschlafsack mitgenommen und freute mich schon drauf, mich einmummeln zu können.



3o. Mai:
Verschlafen kletterte ich am frühen Morgen aus meinem Schlafsack. Der reichliche Genuss von Bier forderte zusätzlich seinen Tribut, dass ich dringend ein gewisses Örtchen aufsuchen musste. Danach war dann meinerseits nicht mehr an Schlafen zu denken, so dass ich mich auf eine der Bänke setzte und mit einem Kaffee bewaffnet die frühen Sonnenstrahlen genoss.
Nach u. nach füllte sich der Platz wieder; immer mehr krabbelten aus ihren Zelten heraus und begrüssten den Tag.
Für heute hatte der MC Wannetal eine grosse Motorradausfahrt enbaraumt, doch die Wetterberichte versprachen leider weniger gutes Wetter.
Hierbei merkte man mal wieder, wie unterschiedlich die Wetterapps doch arbeiteten. Und zum erneuten Male zeigte sich, dass meine Wetterapp am Treffendsten das Wetter vorhergesagt hatte: Regen :(
Doch wer nun glaubt, dass wir lange Gesichter zogen, der irrt. Es wurde einfach das Partymachen vorgezogen  *grins*. Es klopfte u. gröhlte aus allen Ecken u. Kanten, während das Bier wieder reichlich floss.
Zwischenzeitlich beschloss ich, mich nochmal abzulegen. Ein paar Stunden Schlaf täten mir sicherlich gut und da die Ausfahrt nun abgesagt war, würde es ein langer Nachmittag werden und ich hätte die Party vermutlich in den frühen Abendstunden schon verlassen.

Nach einigen Stunden gesellte ich mich frisch erholt wieder zu den Anderen. In der Zwischenzeit waren noch mehr Leute von anderen Clubs angereist und der Platz füllte sich zusehends.

Gen nachmittag klarte das Wetter soweit auf, dass man wenigstens ein paar Spiele machen konnte. Angefangen mit "Abspritzen", wo es darum ging, mit einer Wasser-Pumpgun einen kleinen Plastikball die Regenrinne hinauf zu befördern.
Danach gab es "Holzweitwurf" - der Name sagt es schon. Ein  Baumstamm musste soweit wie möglich geworfen werden, wie es nur ging.
Im Anschluss hiess es "Stammslalom", wo zwei Leutz einen Baumstamm geschultert um einen Slalomparcours bringen mussten. 
(Anm.: meine Clubschwester u. ich sind ja immer für Schabernack zu haben - und spielten hier mal mit. Wir asteten uns echt einen ab, denn der Stamm war für Kerls -nicht für Mädels- gedacht  *grins*. Aber: wir haben es geschafft  *chakka*)
So hatte man mit Spiel, Spass u. guter Laune wieder locker zwei Stunden verstreichen lassen, ehe man sich wieder dem Networking zuwendete. Man quatschte mit Altbekannten; man knüpfte neue Kontakte. Kurzum: man hatte den Abend (und die Nacht) Spass u. gute Laune.


31. Mai:
Der Morgen fing für mich wieder früh an. Ich mochte nicht mehr liegen; da ich seit meinem Unfall (September 2012) sowieso mit meinen Knochen (vornehmlich der Hüfte) zu kämpfen hatte, war es nun an der Zeit, aufzustehen. Nach einem herzhaften Recken, Strecken u. Knacken versorgte ich mich mit frischem Kaffee, ehe ich auf Milch umstieg. Einige verwunderte Blicke streiften mich, aber wenn ich keinen Kaffee mehr mag, dann mag ich eben nicht.
Gemütlich in der langsam wärmer werdenden Morgensonne sitzend, liess ich das Wochenende nochmal gedanklich Revue passieren. Schön war's. Lustig ebenso.
Fazit: hier komme ich gerne wieder her.

Ein paar Stunden später war M. dann auch aus seinem Schlafsack gekrabbelt. Er jedoch war in keinster Weise fit. Zu tief ins Glas geschaut, mein Lieber? Um kein Risiko einzugehen, entschieden wir, noch mind. eine Stunde zu warten, ehe wir aufbrechen wollten.
Vom eigentlichen Plan, über die kleineren Landstrassen heimzufahren, sahen wir dann ab - und ich strickte die Route so um, dass wir die grossen Bundesstrassen nehmen konnten.
(Anm.: hier kam mir meine jahrelange Erfahrung im Umgang mit Strassenkarten u. Routenplanung wieder zugute. Das muss M. noch lernen - aber er hat ja eine Lehrerin an seiner Seite)
Mein Clubbruder fuhr mir liebenswerterweise meine Maschine von der Wiese runter, so dass ich wenigstens keine Gefahr lief, sie auf den letzten Metern doch noch zu schmeissen.
(Anm.: nein, die Daytona Lady Stiefel sind für mich keine Option, da mir bedingt durch die höhere/dickere Sohle das Gefühl für die Maschine im Fahrbetrieb verloren geht)
Routiniert bepackte ich die Koffer; schnallte die Gepäckrolle wieder hinten auf den Soziussitz und gönnte mir noch ein Schwätzchen mit dem Einen u. der Anderen.
Am frühen Mittag starteten wir schliesslich durch; entgegen der Hinfahrt fuhren M. und ich diesmal alleine und ohne nennenswerte Vorkommnisse zurück.

Fazit des Wochenendes: anstrengend, aber saulustig

Edit: ach ja.. die Ölgeschichte... den ersten Kilometer nach Abfahrt (Heimreise) blinkte mir die rote Leuchte aus dem Cockpit entgegen. Die Autobahnhatz während der Hinfahrt hat der Kleinen wohl eher weniger gefallen, so dass sie sich einen Schluck mehr gegönnt hat.
Aber... Frau hatte ja eh schon vorgesorgt und fährt ne Literpulle Öl im Tankrucksack mit durch die Gegend. Ratzfatz Öl nachgefüllt (wobei wir währenddessen kurz u. diskret von einem Streifenwagen umkurvt wurden) und schon konnte es weitergehen.
So ist das eben, wenn man ein Motorrad fährt, das schon 141tkm aufm Tacho hat  *stolz bin*



Biilder: 
























 

Kommentare:

  1. Hab ich das überlesen? Was war denn mit dem Öl?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hay du :)
      Danke für die Erinnerung... ich habe es mal nachgeholt

      Löschen
  2. Ok ?! Deine Kleine mag keine Autobahnfahrten? Oder war es nur das Tempo. Auf jeden Fall nicht so schön, auch wenn du ja vorgesorgt hattest.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Kleine mag lediglich nicht, wenn man sie auf der Autobahn im gleichbleibenden Tempo bewegt... "spielt" man jedoch ein wenig mit der Geschwindigkeit, so hält sie sich tapfer :)
      Du weisst ja: is' mein altes Mädchen *schmunzel*

      Löschen