Freitag, 9. Oktober 2015

o9. - 11. Oktober - Harzteufel's Rocknacht

Und wieder ist die Sainson fast rum. Wieder zieht man Rückschlüsse, macht neue Pläne und schiebt andere Dinge auf die immer länger werdene Bank.
Doch an diesem Wochenende wurde nichts geschoben, sondern mächtig gerockt. Die Harzteufel aus Gittelde am südlichen Zipfel des Harzes luden wieder zu ihrer legendären Rocknacht ein. Eine Rocknacht, die über 3 Tage geht. Eine Rocknacht, wo kein Fuss ruhig stehenbleibt.


Freitag hiess es für mich noch arbeiten. Meine Leute vom Club wollten sich um 18 Uhr in Seesen treffen, was ich selbst aber noch nicht zusagen konnte, da ich ja nicht wusste, ob ich zeitig genug aus'm Büro herauskomme.
Letztendlich habe ich es hinbekommen und um 18.30 Uhr stand ich dank Verschiebung des Treffzeitpunktes pünktlich auf der Shell in Seesen. Kurz wurde geplaudert, ehe wir auch schon weiter düsten, denn wir hatten keine grosse Lust, unsere Zelte im Dunklem aufzubauen.
Dank meiner jahrelangen Routine u. des schnell aufzubauenden Zeltes war ich flugs fertig, so dass ich mich schliesslich den schönen Dingen widmen konnte. Erstmal wurde 'vorgeglüht', ein bisschen mit anderen Clublern sich unterhalten, ehe wir gemeinsam nach vorne zum Festzelt durchstarteten.

Obwohl es erst früher Abend war, war die Stimmung im Festzelt schon super. Die erste Band heizte uns bereits mächtig ein und nach u. nach füllte sich das Festzelt. Anfangs gingen wir für unsere Getränke noch einzeln zum Tresen; später entschieden wir uns, eine Sammelaktion zu machen und dann Flaschen zu besorgen.
 Zwischenzeitlich habe ich viel getanzt und irgendwann kurz vor'm Morgengrauen bin ich dann Richtung Zelt u. Schlafsack geschlumpert. Es dauerte auch nicht lange, bis ich eingeschlummert war, obwohl im Zelt immer noch Aktion mit Dosenmukke war.

Der Samstag gestaltete sich gemütlich. Trotz des reichlichen Frühstücksangebotes lockte mich nichts so wirklich. Ich schnappte mir einen Becher Milch und verkrümelte mich nach draussen in die Sonne, um die Lebensgeister so langsam zu erwecken.
Mittlerweile sieht man mir eine durchzechte Nacht auch an, was ich anhand der Kommentare schliessen kann. Aber kein Wunder - ich bin ja schliesslich keine Zwanzig mehr.
Für heute war eine kleine Harzrunde geplant... sie fand auch statt, nur dass sich die Teilnehmer geändert hatten. Das sonnige Wetter galt es auszunutzen, denn oben im Harz war es trotz Sonne schon bannig kalt. Zum Glück hatte ich schon komplett auf Wintersachen umgestellt, so dass ich es kuschelig warm hatte. Meine zwei Mitfahrer waren nicht so vorrausschauend gewesen und so brachen wir die Tour nach der Hälfte ungefähr ab, da auch der zuvor am Abend genossene Alkohol immer noch seinen Schabernack bei ihnen trieb.
Als ich auf die Wiese zurückrollte, sah ich schon meinen 'Bro' Krafti. Leider sehen wir uns nicht mehr so oft, aber wenn ich bedenke, dass wir uns schon seit 2004 o. 2005 kennen, finde ich es beachtlich, dass unsere Freundschaft bis jetzt gehalten hat. Ach was sag ich.. Freundschaft... es ist schon so ein Gefühl wie Bruder u. Schwester - für beide. Und ich bin stolz drauf.

Der Samstagnachmittag gehört meistens den Spieleinlagen. Natürlich hatte meine Clubschwester uns alle eingetragen - aber irgendwie konnten sich Einige darum drücken, mitzuspielen. Und so ging es dann nach ca. 2 Stunden wieder ins Festzelt, wo die erste Lage Mischungen auf uns warteten.
Der Abend und die Nacht gestaltete sich wieder feuchtfröhlich und auch wenn sich zwei, drei Prügeleien anbahnten (aus'm Suff heraus), so hatten die Harzteufel es gut im Griff und beruhigten die erhitzten Gemüter schnell wieder. Selbst als alleinstehende Frau braucht man keine Angst haben - es passt immer einer auf einen auf.
Die Nacht war dann wieder fast vorbei, als ich dann endlich in meinen Schlafsack krabbelte und noch eine Mütze voll Schlaf abzwackte.


Sonntag wuselte ich mich irgendwann nach dem Hellwerden aus meinen Schlafsack. Die nahende Winterkälte lag schon in kristalliner Form über den Zelten u. Motorrädern. Ja, wenn die Party bei den Harzteufel ist, weiss man, dass die Saison nahezu beendet ist.
Nachdem ich einigermassen fit war und der Alkoholtester auch 0,0 Promille anzeigte, machte ich mich auf die Socken nach Hause. Dort wurde ich schon sehnsüchtig von zwei 'Frauen' und zwei Männers erwartet.... Mirko u. die Katzen waren glücklich, dass ich heile wieder heimgekommen war.
Rasch wurde das Gepäck runtergeschlurrt; und nachdem ich so grob fürs Ordentliche gesorgt hatte, zog ich mir Wohlfühlklamotten an und genoss den restlichen Nachmittag.

Es war mal wieder ein sehr schönes Wochenende, an dem ich alte u. neue Gesichter gesehen habe.


Bilder:
Es sieht nach Etwas aus, was es aber nicht war.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen