Mittwoch, 12. Juli 2017

12. Juli: Neustrukturierung u. Neuorientierung bzw teilweise Aufnahme des alten Lebens

Lange habe ich nichts mehr geschrieben. Dies unterliegt mehreren Gründen, welche ich hier jedoch nicht näher aufführen möchte. Ich denke, wichtig ist, dass ich das Schreiben wieder aufnehme und versuchen werde, diesen Blog aktuell zu halten.
Zwischen Mai 2016 und heute habe ich auf das Motorradfahren nicht verzichtet. Ich habe mich immer mehr mit Silverstorm angefreundet und seit Saisonbeginn 2017 klappt es sogar so gut mit uns, dass ich mit einem breiten Grinsen nach ner Tour absteige. Das kannte ich bislang nur von meiner Kleinen - die inzwischen ihre wohlverdiente Altersteilzeit geniesst.

Verständlicherweise muckt die Kleine immer mehr auf, da sie nun nicht mehr so viel gefahren wird. Der grosse Bruder hat ihr mächtig den Rang abgelaufen - was ich anfangs nicht für möglich gehalten hatte.
Doch es gibt auch Momente, wo ich richtig glücklich mit meiner Kleinen bin. Wenn wir durch die Harzer Kurven flitzen und man richtig merkt, wie sich die Kleine von einer Kurve in die Nächste zirkelt, als wäre sie ein Fahrrad. Das Handling dieser kleinen, agilen Maschine ist auch nach nahezu 14 Jahren noch famos und reicht oft genug dazu, sich an eine grössere Maschine ranzuklemmen und den Fahrer ins Schwitzen zu bringen.

Was Silverstorm angeht, so möchte ich ein besonderes Wochenende hervorheben (welches ich hier im Blog jedoch nicht weiter ausschreiben werde).
Pfingsten war ich mit einer Truppe von "Bikerfrühstück Wolfsburg" an der Mosel. Die Anfahrt war mehr schlecht als recht von mir. Es hatte geregnet.. unbekanntes Gebiet.. nen grossen Respekt vor den 150PS, die am Hinterreifen zuppeln. Alles Faktoren, die mir auch heute nach 14 Jahren Fahrerfahrung noch ein Handicap auferlegen.
Sei es drum. Die Anfahrt war scheisse..!
Samstag habe ich mich dann entschieden, eine ruhige Tour mit zu fahren. Insgesamt vier Motorräder zirkelten sich durch die Kurven in der grossen Umgebung von Koblenz. Ich hatte mir bewusst die letzte Position ausgesucht. Das hatte mehrere Gründe:
- ich hatte die grösste/schnellste Maschine von uns Vieren
- die zweitschnellste Maschine gehörte der Tourguide
- ich konnte ein bisschen Abstand halten, ohne gleich wen zu blockieren - und mit Silverstorm ein bisschen "spielen"
Alles in Allem war es eine wunderschöne Tour, von der ich noch heute zehre.

Sonntag wollte ich dann lieber alleine los. Die bestehenden Gruppen waren mir offen gestanden zu schnell für meinen Gemütszustand am Sonntag. Zudem hatte es die Nacht über wieder geregnet und ich wollte niemandem ein Klotz am Bein sein (Gott, was waren die Anderen speedsüchtig..!).
Also bin ich alleine losgezockelt... eine kleine, schöne Tour aufs Navi gezogen und ab durch die Mitte. Der Strassenzustand war wie zu befürchten: Dreck, kleine Steine u. Ästchen waren nachts auf die Strasse gespült worden und es war Achtsamkeit geboten.
Doch was soll ich sagen..? Genau diese Tour an diesem Tag hat mir geholfen, Silverstorm besser kennen zu lernen. Die Angst vor den 150PS wurde geringer, so dass ich nicht mehr blockiert gefahren bin. Am Abend kam ich mit einem breiten Grinsen ins Hotel zurück.

Die Rückfahrt verlief dann gänzlich anders als die Hinfahrt.
Bestes Kompliment habe ich von meiner besten Freundin bekommen (die mich auf der Hinfahrt berechtigterweise geschimpft hat): "DAS ist die Sandra, wie ich sie kenne..! DAS ist die Sandra, die locker durch die Kurven schwänzelt...! DAS ist die Sandra, wie ich sie von der kleinen Blauen her kenne..!"

Ja, wir werden alle ein bisschen erwachsener, wenn man uns lässt :)

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